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Geschichte des Klinikums

Die Klinikum Mittleres Erzgebirge gGmbH entstand aus dem Krankenhaus Olbernhau, dem Kreiskrankenhaus Zschopau und dem Kreiskrankenhaus Marienberg.
  

Das Haus Olbernhau ist aus dem seit 1885 bestehenden Stadtkrankenhaus und einer 1938, durch Dr. Maier gegründeten Privatklinik hervorgegangen.

 

 

 

 

Beide Häuser wurden in der Vergangenheit getrennt als Innere und Chirurgische Abteilung betrieben.

Trotz mehrerer An- und Umbauarbeiten in den vergangenen Jahrzehnten genügten die Bausubstanz, die Platzverhältnisse und die Ausstattung  nicht mehr den modernen Anforderungen. Besonders nachteilig war die räumliche Trennung der beiden Abteilungen. Um Zeit und Kosten zu sparen, wurde beschlossen, die vorhandene Bausubstanz der Inneren Abteilung zu erhalten und durch einen großzügigen Neubau ohne Betriebsunterbrechung zu erweitern.

Nach Inbetriebnahme des Neubaus im Juni 1996 wurde die schrittweise Rekonstruktion und Angleichung des Altbaus umgesetzt, wobei wiederum alle Abteilungen voll funktionsfähig blieben. Nach Abschluss aller Bauarbeiten im April 1997 ist nunmehr in Olbernhau ein Krankenhaus entstanden, das nicht nur alle Bereiche unter einem Dach vereint, sondern auch für Patienten, Ärzte und Pflegepersonal sehr gute Bedingungen bietet.

Die bisherige Chirurgische Abteilung konnte damit geschlossen werden. Bereits 1993 wurde die Röntgenabteilung umgebaut und mit neuen Geräten ausgerüstet, ebenso der Küchenkomplex, welcher im Jahre 1995 abgeschlossen werden konnte.

Die Vorplanungen für den Um- und Erweiterungsbau begann bereits 1991, unterstützt durch den Kreistag. Nach Abschluss des Architektenvertrages mit dem Planungsbüro Eggers & Partner, Coesfeld, Erwerb des benötigten Grundstückes und mehreren Genehmigungsgängen konnten die Bauarbeiten im September 1993 mit dem Abriss alter Gebäude beginnen.

Bauablauf:
 
November 1993 Bauvorbereitung, Baugrube
März 1994 Beginn des Rohbaus
14. April 1994 Grundsteinlegung mit Übergabe des Fördermittelbescheides durch Minister Dr. Geisler
Sept./Okt. 1994 Fertigstellung der Stahlbetondecken über den 2.Obergeschossen, Beginn Dachaufbauten
25. Oktober 1994 Richtfest
Dezember 1994 Fertigstellung der Dachaufbauten, Schließung des Rohbaues, Beginn des Innenausbaues  
Juni 1996 Feierliche Betriebsübergabe des Neubaus, Tag der offenen Tür
Juni 1996 bis April 1997 Umbau und technische Rekonstruktion der Villa und des Zwischenbaus
6. Juni 1997 Festliche Weihe des gesamten Krankenhauskomplexes
 
  

Am 01.10.1889 wurde das Städtische Krankenhaus Marienberg mit 20 Betten eröffnet (späteres Haus I). 1927 wurden zwei Seitenflügel an das bestehende Gebäude angebaut und das zweite Obergeschoss weiter ausgebaut. 1936 wurde das Haus II errichtet. Von 1947 - 1949 erfolgte die Aufstockung einer Fremdarbeiterbaracke im Hof des Krankenhauses und wurde als Haus III dem Krankenhaus angegliedert. 1950 fand die nächste Erweiterung mit dem Bau der Poliklinik (später Verwaltungsgebäude und Labor) statt. 1952 wurde die Donath-Villa vom Krankenhaus übernommen, in der sich dann die Kinderabteilung befand. Im gleichen Jahr wurde das Stadtkrankenhaus in die Verwaltung des Landkreises übernommen und dadurch Kreiskrankenhaus.1956 wurde die Gräfe-Villa als Haus V angegliedert (Innere Station, später Kinderkrippe). 1955 wurden Verbindungen des Haupthauses mit den beiden anderen Häusern geschaffen und 1959 erfolgte ein Anbau an die damalige Poliklinik. 1969 konnte das Haus I in Reitzenhain zugeordnet werden, drei Jahre später die Häuser II und III. 1979 wurde mit dem Neubau des Feierabendheimes in Reitzenhain begonnen. 100 Jahre nach der Gründung verfügte das Kreiskrankenhaus Marienberg über eine Kapazität von insgesamt 295 Betten und 24 Neugeborenenbetten.
Mit der Eröffnung des KKH-MEK wurde das KKH Marienberg geschlossen.

 

Zum Kreiskrankenhaus Zschopau gehörten vor dem Neubau des KKH-MEK  4 Häuser.

Vor über 100 Jahren beschlossen die Stadträte in Zschopau ein Krankenhaus zu bauen, auch ohne die Beteiligung der umliegenden Gemeinden. Das Zschopauer Stadtkrankenhaus (später Haus II) wurde im Jahre 1898 seiner Bestimmung übergeben. Von anfänglich bescheidenen 17 Betten erfolgte bis 1929 eine Erhöhung der Bettenzahl auf 37. In den folgenden Jahren waren kontinuierliche Erweiterungsbauten erforderlich, unter anderem der Ausbau des Dachgeschosses und der Anbau eines Fahrstuhles. 1957 erfolgte die Umprofilierung zur Gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung. Die Bettenzahl wurde bis 1992 auf 44 erweitert. Jährlich erblickten hier ca. 400 Kinder das Licht der Welt.

Die Chirurgische Abteilung (später Haus I) wurde 1936 ursprünglich als Finanzamt errichtet. Nach dem 2. Weltkrieg, im Jahre 1948, ist dieses Gebäude als Stadtkrankenhaus seiner Bestimmung übergeben worden.
Im Laufe der Jahre waren mehrfach Umbau- und Ausbaumaßnahmen erforderlich, begonnen mit dem Fahrstuhlanbau im Jahre 1962 bis hin zur Neugestaltung des OP-Saal-Traktes im Jahre 1992. Angeschlossen an das Haus I waren  die Röntgendiagnostische Abteilung, das Zentrallabor und die Endoskopische Abteilung, die in den Räumen der ehemaligen Poliklinik untergebracht waren.

1920 wurde das Stadtkrankenhaus (Haus A) in Thum mit zunächst 20 Betten in Betrieb genommen. 1950 konnte das Nebenhaus (Haus B) als Wohn- und Wirtschaftsgebäude übergeben werden. Nach Umbauarbeiten eröffnete man dieses Gebäude 1954 mit 42 Betten als Klinikeinrichtung. Bis 1964 wurde die Zahl der Krankenhausbetten auf 90 erhöht. Das Krankenhaus gehörte bis dahin noch zur Stadt Thum.1965 erfolgte die Vereinigung des Krankenhauses Thum mit dem Krankenhaus Zschopau. Die Entbindungsstation wurde geschlossen und das Krankenhaus Thum zu einer Inneren Abteilung mit 56 Betten umprofiliert. Nach weiteren Umbauarbeiten standen zuletzt 75 Betten für Patienten mit Inneren Krankheiten zur Verfügung.

1993 wurde die Psychotherapeutische Klinik Augustusburg dem Kreiskrankenhaus Zschopau als Psychosomatische Abteilung angegliedert. Dieses Haus arbeitete seit 1955 mit ähnlicher Aufgabenstellung als Pawlow-Klinik und seit 1970 als psychotherapeutische Einrichtung mit zuletzt 48 Betten.
Mit dem Neubau des KKH - MEK wurde diese Klinik geschlossen.

Nach der politischen Wende war klar, dass die Einrichtungen den Standards für ein Krankenhaus nicht mehr entsprachen, und so fasste der Zschopauer Kreistag bereits am 6. Dezember 1990 den Beschluss, unter den günstigen Förderbedingungen des Aufbau Ost ein neues Krankenhaus zu bauen. Nach der haushaltsrechtlichen und bautechnischen Vorplanung bestätigte das Sächsische Staatsministerium im März 1992 das vorliegende Raum- und Funktionsprogramm.

Anschließend wurde das Münchner Unternehmen Obermeyer mit der Gesamtplanung des 130-Millionen-Baus beauftragt. Im September 1993 kam der Bewilligungsbescheid über 120,6 Millionen DM Fördermittel und damit grünes Licht für zügige Bautätigkeit.

Die politische Grundsatzentscheidung zur Schließung des Krankenhausstandortes Marienberg und die damit verbundene kapazitive Erweiterung des Krankenhausneubaus Zschopau erforderte eine objektspezifische Umprojektierung. So wurde der Gebäudeteil A um ein Stockwerk erhöht, im Gebäudeteil B und C wurde zusätzlich ein OP geschaffen und der Bereich der Funktionsdiagnostik erweitert.

Bauablauf:
August 1993Beginn der Erdarbeiten und Erschließung
18. September 1993Grundsteinlegung
2. November 1993Baugenehmigung
November 1993Beginn der Fundamentierungs- und Rohbauarbeiten
6. September  1994Richtfest
September 1994Beginn Innenausbau und Haustechnik
30. Dezember 1994Rohbaufertigstellung
August 1996Beginn Ausstattung
medizinische Ausrüstung
Januar 1997
 
Inbetriebnahme
 

Mit der Errichtung einer Tagesklinik für psychiatrisch Kranke am Standort des Klinikum MEK, Haus Zschopau entstanden moderne Behandlungsräume, die die Arbeit der Ärzte und des gesamten medizinischen Personals unterstützt. Ausgehend vom verbindlichen Raumprogramm entwarf der Marienberger Architekt Bernd Liebscher ein Gebäude, welches der Kleinteiligkeit und der Sensibilität der Nutzung gerecht wird.

zum Bau

  
April 1999Baubeginn
1.1.2000Einweihung
6950 m²Grundstücksfläche
390 m²Hauptnutzfläche
730 m²Geschossfläche
2Geschosse
2,2 Mio DMBaukosten
15 - 20 PatientenKapazität

 

2004 wurde der Eigenbetrieb - Kreiskrankenhaus Mittleres Erzgebirge in die gemeinnützige GmbH - Klinikum Mittleres Erzgebirge umgewandelt.

Seit der Gründung der Krankenhaus-Gesundheitsholding Erzgebirge GmbH 2008 arbeiten das Erzgebirgsklinikum Annaberg, das Kreiskrankenhaus Stollberg und das Klinikum Mittleres Erzgebirge unter dem Dach einer Muttergesellschaft als gleichberechtigte und eigenständige Partner eng zusammen.

 

In den Jahren 2008 bis 2009 erfolgte der Neubau eines Strahlentherapiezentrums in Zschopau als Außenstelle der Klinikum Chemnitz gGmbH. Hinter diesem Projekt steht eine Investition von 4,5 Millionen Euro. Mit der Inbetriebnahme des Linearbeschleunigers war erstmals im Erzgebirgsraum eine Strahlentherapie präsent.

 
 

Anfang 2009 wurde in Zschopau ein moderner Magnet-Resonanz-Tomograph (MRT) in Betrieb genommen. Wir arbeiten dabei eng mit der überörtlichen Gemeinschaftspraxis für Radiologie zusammen, welche bereits seit 2008 am Standort Olbernhau eine Niederlassung mit einem Computertomografen (Mehrzeilen Spiral-CT) betreibt.

 
Nach knapp einjähriger Bauzeit wurde 2010 der Erweiterungsbau der Notaufnahme in Zschopau abgeschlossen. Die Investition bringt verbesserte Überlebenschancen für Schwer- und Schwerstverletzte, kürzere Wege sowie bessere Arbeitsbedingungen. Zeitgleich erfolgte auch der Umbau der Radiologie (In beide Projekte flossen ca. 1,37 Millionen Euro) und die Neugestaltung der Räume für die ambulante Chemotherapie.

Im Februar 2014 wurde nach einem Dreivierteljahr Bauzeit die IMC-Station ("Intermediate Care") mit neun Betten am Standort Zschopau eingeweiht.

Das Bindeglied zwischen Intensivpflege und stationärer Behandlung ist im Vergleich zur normalen Pflegestation technisch und personell besser ausgestattet.

Patienten können bei Bedarf nach einer Operation noch einen Tag auf der IMC-Station überwacht werden.